Colour Music – Animationen von Len Lye

Animationsfilm / Film online

Len Lye wurde 1901 in Christchurch (NZ) geboren und wuchs in einem Leuchtturm (!) auf. Er war einer der ersten neuseeländischen modernen Künstler – mit großem Interesse an Maori Design. 1926 bis 1944 lebte er in London und experimentierte mit den ersten Farbfilmen. In dieser Zeit entstand u.a., direkt auf Blankfilm handcolorierte, A Colour Box. Von 1944 bis zu seinem Tod 1980 lebte und arbeitete Lye in New York als Wochenschau-Regisseur und Künstler (Film, Skulpturen).
Zu seinen bekanntesten Direktfilmen gehören Color Cry und Free Radicals.

Hier stellen wir zwei Beispiele vor: Kaleidoscope (1935) und Swinging the Lambeth Walk (1939)

Len Lye arbeitet an Colour Flight (1938) © Len Lye Foundation



KALEIDOSCOPE, Len Lye, 1935, 4 min

Die direkt auf Film gemalten Bilder ergänzte Lye mit Schatten und Licht von Schablonen. Der Soundtrack stammt von Don Baretto und dem Cuban Orchestra.
Finanzieren ließ sich Lye den Film von einer Zigarettenfirma (wie übrigens sein Freund Oskar Fischinger).



WALKING THE LAMBETH WALK, Len Lye, 1939/40, 4 min

The Lambeth Walk war in den 30er Jahren ein populärer Tanz mit einer charakteristischen Handbewegung (im Film ein Daumen-hoch-Bild) und dem Ausruf „Oi!“.
Lye editierte eine Reihe verschiedener Jazz-Versionen der Musik (darunter Django Reinhardt an der Gitarre und Stephane Grapelli an der Violine) und kombinierte sie mit einer Vielzahl von handgemalten und gekratzten Bildern. Den Instrumenten ordnete Lye je eigene Formen, wie etwa Kreise zu Trommeln und Linien für Streicher, zu.



Tipp: Weitere Informationen über das Werk von Len Lye bietet das schöne Buch mit DVD „Art that moves: The Work of Len Lye“ von Roger Horrocks (Auckland University Press), der die Len Lye Foundation mitgründete.


Wem die Filme von Len Lye gefallen, interessiert sich sicher auch für „Colour Music – Animationen von Norman McLaren

09.12.2020

rww